ZUR EFFEKTIVITÄT WERTVOLLER BÜRGERINITIATIVEN

Ein Aufruf zu Gemeinsamkeit

Unzählige, höchst wertvolle Bürgerinitiativen, Vereine und Informationsnetzwerke auf allen möglichen Medienkanälen sind unermüdlich und mit großem Einsatz um eine Verbesserung gesellschaftlichen Zusammenlebens bemüht und ihr meist ehrenamtliches, von idealistischem Anliegen getragenes Engagement kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Freilich sind es vor allem Partikularinteressen, die vor allem auch aus persönlicher Betroffenheit strukturiert zum Ausdruck gebracht werden.

Demonstrationen, Mahnwachen und Petitionen sind die häufigsten Ausdrucksformen, mit denen Forderungen Nachdruck verliehen werden sollen. Gewiss: Jede Erfüllung auch nur eines dieser zahlreichen Anliegen könnte die Welt und unser Zusammenleben auf ihr ein kleines bisschen besser machen.

Was jedoch viel zu wenig Beachtung genießt und sich sogar in einer kontraproduktiven Wettbewerbssituation der zersplitterten Schwerpunktinteressen niederschlägt, ist die gemeinsame Klammer, die sich möglichen und durchwegs vernunftgeleiteten Reformschritten eisern entgegenstellt. Es ist die Machtausübung durch die gegenwärtige Konstruktion unserer Geldordnung, die berechtigte Anliegen des Souveräns (in einer Demokratie sollten das eigentlich die Staatsbürger sein) verhindert.

Es liegt nicht nur am Unwillen der Politik, sondern an der verbreiteten Unkenntnis, leider oftmals auch verleugneten Kenntnis, dass die derzeitige Geldordnung das höchste zivile Machtmittel darstellt, das die politischen Gestaltungsräume bestimmt. Vor diesem Hintergrund, auf dem „die Macht“ den Souverän gleichsam verhöhnt, bleiben die ehrenwerten Anliegen auf der Strecke, bzw. werden sie gegeneinander ausgespielt. Selbst die dadurch provozierte Zunahme der Radikalität spielt „der Macht“ in die Hände, die daraus ihre Berechtigung zu Gegenmaßnahmen ableitet, wie man das quer durch Europa am unverkennbaren Rechtsruck feststellen kann.

In dem am 7.12.2018 auf ORF 2 gezeigten Spielfilm „Das Wunder von Wörgl“ (mit Karl Markovics in der Hauptrolle als Michael Unterguggenberger) und in der anschließenden Dokumentation, wurde hervorragend gezeigt, wohin die Unterdrückung einer natürlichen und auf nachhaltige Prosperität ausgelegten Wirtschaftsordnung letztlich geführt hat (Der Film ist äußerst empfehlenswert und  noch bis 14.12. von der ORF Mediathek abrufbar, sollte danach hoffentlich auch weiterhin auf Youtube auftauchen).

Nun kann ich auf meiner Webseite, auf der es um die Suche nach einer friedensfähigen Geldordnung geht, natürlich auch nur einen Appell an alle ehrbaren Bürgerinitiativen richten, den gemeinsamen Schlüssel zu erkennen und sich in einem ersten Schritt, unabhängig von den Partikularinteressen, auf die Korrektur der Finanzarchitektur zu fokusieren.

Viel wäre ja bereits gewonnen, wenn sich die Erkenntnis verbreitet, dass die sogenannten Guthaben auf Konten nur Forderungen auf Geld sind, aber kein gesetzliches Schuldentilgungsmittel im eigentlichen Sinn. Dass also Geld und Kredit unterschiedliche Herkunftsquellen haben, auch wenn die gleichlautende Denominierung auf Euro das zu verschleiern trachtet. Allein diese einfach nachvollziehbare Erkenntnis sollte dann eigentlich zu tiefer gehenden Fragen stimulieren und die meisten der Antworten dazu finden sich in Joseph Hubers soeben im Metropolis Verlag erschienenem Buch „Die monetäre Souveränität“ (Als Weihnachtsgeschenk für gesellschaftspolitisch Interessierte äußerst empfehlenswert).

Und damit ich’s nicht vergess‘: Schmökern auf www.lifesense.at lohnt natürlich immer.