Posting zu einem Beitrag von Klaus Töpfer in „Die Welt“. Ernst Dorfner

Klaus Töpfer,  DER Umweltmensch von der CDU in Die Welt vom 9.12.2019:  „…. Sonst würde allein das C in unserem Parteinamen dazu verpflichten, eine ökologische und soziale Marktwirtschaft zum Leitmotiv zu machen. …“

Lieber Klaus Töpfer: Unsere Wirtschaft  ist partout keine  Marktwirtschaft“ . Das ist Kapitalismus! Und im Kapitalismus – auch im vielleicht sozialen – ist die alles bestimmende Maxime, aus Geld mehr Geld zu machen! Der Begrifft „Wertschöpfung“ definiert sich genau so.  Wertschöpfung ist gleich Ertrag beim Verkauf eines Produktes (heute) minus Aufwendungen bei seiner Produktion (gestern). Und die muss positiv sein! Auch für die Gesamtwirtschaft- also makro-ökonomisch. Marx hat das als (monetären) Mehrwert bezeichnet. Und das funktioniert nur, wenn heute in die Produktion für morgen mehr Geld gesteckt, als gestern in die Produktion der Produkte, die heute fertig am Markt sind.  Wenn sich die Unternehmen also  heute höher verschulden –  mehr Geld aufnehmen und ausgeben – als gestern! Und letztlich mehrheitlich dann    an die Haushalte in Form von Löhnen und Renteneinkommen – weitergegeben, Nur dann können  die Produkte von gestern heute teurer verkauft werden, als ihre Herstellung gekostet hat. Das aber heißt, die Wirtschaft muss ständig wachsen, und immer mehr Konsumprodukte erzeugen , die dann  von den Haushalten gekauft werden müssen. Denn nur Haushalte verbrauchen, tauschen Geldeinkommen  gegen „Lebensmittel“, während das einzige Ziel der Unternehmer die „Wertschöpfung “ ist – aus Geld mehr Geld zu machen. Das ist das bilanzielle Ziel eines kapitalistischen Unternehmens.

Ernst Dorfner