JUGEND AN DIE MACHT (Newsletter 5-19)

Soeben erhielt ich eine bemerkenswerte Information, die zunächst darauf verweist, was es mit „öffentlicher Meinung“ so auf sich hat. Öffentliche Meinung wird mit veröffentlichter Meinung gleichgesetzt und unterliegt damit einem ziemlich restriktiven Auswahlverfahren, das durch Machtinteressen gesteuert wird. Konkretes Beispiel: Jeder kennt heute die 16jährige Greta Thunberg und ihre Initiative „Fridays for Future“. Der von den Medienmachern unterstützte Hype ist aber eine Inszenierung, die für mich ein G’schmäckle des Missbrauchs aufweist, weil damit die eigentlich nötige Diskussion über Gretas Kernaussagen mehr unterdrückt, als gefördert werden. Im Vordergrund steht die Diskussion über die Zulässigkeit des Schulschwänzens. Ein Thema, das sich bestens zur Ausschlachtung im parteipolitischen Lagerdenken eignet und die eigentlichen Fragen, die „Linke“ wie „Rechte“ gleichermaßen betreffen, gar nicht aufkommen lässt.

Nun, Greta ist jetzt ein kleiner Star. Politiker drängen sich darum, mit ihr abgebildet zu werden, sich auf sie auf die eine oder andere Weise zu beziehen und sich an ihrem Öffentlichkeitswert zu sonnen. Worum es ihr selbst geht, erscheint dabei allerdings nebensächlich geworden zu sein.

Wer aber hat bei uns schon einmal von Victoria Grant gehört? Bereits 2012 (!) hat die damals erst 13jährige einen für ihr Alter hervorragenden Auftritt vor dem Public Banking Institute Philadelphia abgeliefert. Wer auch immer ihr den vorgetragenen Inhalt beigebracht hat, hat jedenfalls gute Arbeit geleistet. Sie hat in gerade mal 6 min. sehr konkret über die desaströsen Auswirkungen unseres Bankensystems referiert und auch die problematische Rechtslage der Geldschöpfung aufgezeigt.

Gönnen Sie sich diese 6 min. auf YouTube, die seither nichts an Aktualität verloren haben, denn irgendwelche Konsequenzen gab es bislang bekanntlich ja keine.

https://www.youtube.com/watch?v=aVE4JD_Mq_A  (mit deutscher Übersetzung)

Die Frage die mich bewegt ist allerdings, ob nach dem jahrzehntelangen vergeblichen Bemühens profilierter Kabarettisten, griffig formulierte Denkanstöße von Politikern besser angenommen werden können, wenn sie aus Kindermund kommen. Einen Versuch ist es allemal wert. Vielleicht gelingt es ja der Jugend, die starren Fronten wissenschaftlicher Betrachtungen durch Hausverstand aufzuweichen.

Und damit ich nicht vergess‘: Schmökern auf www.lifesense.at lohnt immer.