Harvard-Studie von Elhanan Helpman soll zeigen, dass Globalisierung nur wenig Einfluss auf Ungleichheit hat

Unter „Die Chinesen sind es nicht gewesen“ berichtet Andreas Sator im Standard vom 10.1.2017 über die Harvard-Studie eines Elhanan Helpman, aus der hervorgeht, dass Globalisierung nur wenig mit Ungleichheit zu tun hat.

Dieser wenig überraschende Befund vernachlässigt in gewohnter Manier ökonomischer Betrachtungen die Unterscheidung von lebensdienlichem und damit gesellschaftsförderlichem Handel, von den damit verbundenen Geldströmen, die sich hier wie dort auf den Konten einiger weniger akkumulieren und den an sich ja begrüßenswerten Handel von seiner Funktion als Wohlstandsmehrung zur gesellschaftlich funktionslosen, bzw. entbehrlichen Rolle zur Geldmehrung pervertieren.

Außerdem wird immer noch von der absurden Annahme ausgegangen, dass jeder Handelspartner jeweils das anbietet, was er am besten herzustellen vermag. Alle Produkte können heute jedoch überall auf der Welt erzeugt werden, und so geht es ausschließlich um den Preis und nicht um das Produkt! Und es geht darum, wo in der Welt man die Arbeitskraft der Bevölkerungen am billigsten auszubeuten vermag. Die vielgepriesene Solidarität sieht jedenfalls anders aus.

Der fatale Kern der Globalisierung besteht eben gerade darin, dass wir sie als Rettungsanker unserer mittlerweile unübersehbar versagenden Geldordnung betrachten und unsere Schulden den Handelspartnern umzuhängen trachten. Da das naturgemäß alle versuchen, sind Konflikte vorprogrammiert.

Eine globale Besinnung auf die ursprünglichen Segnungen und gesellschaftlichen Aufgaben internationalen Handels wäre daher höchst angebracht. Handel auf Augenhöhe anstatt mit der erpresserischen Macht der Geldordnung.

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