Aufrüstung und Suche nach Leben im All?

Mit durchaus berechtigter Euphorie wird uns über neueste Erkenntnisse und Spekulationen der Weltraumforschung berichtet. Eventuell neue Möglichkeiten von Leben im Universum. Wie aber passt das eigentlich in das irdische Bild? Eine weltweite Aufrüstungswelle wird angekündigt – und wenn man irgendwelchen politischen Ankündigungen noch trauen darf, dann kann leider mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass speziell diese Ankündigung auch unmittelbar in ein riesiges Geschäft für die Rüstungsindustrie verwandelt wird. Als ob es das Dringendste für die Weltbevölkerung wäre, Ressourcen und Hirnschmalz für etwas zu vergeuden, das bestimmungsgemäß der Zerstörung von Leben dient.

Wir wissen zwar nicht, was Leben ist, aber wir haben ausgefeilte Techniken entwickelt, es zu zerstören – noch lange, bevor wir es begriffen haben könnten. Wir sind hoffnungslos mit der Organisierung  unseres Lebens auf Erden überfordert, aber wir sind gut in der Zerstörung! Was berechtigt uns zur Annahme, wir könnten Leben als solches auf einem anderen Planeten besser verstehen, oder anders organisieren?

Der Verdacht drängt sich auf, dass der angekündigte Rüstungswettlauf, der letztlich in totaler Zerstörung unser aller Lebensgrundlagen münden könnte, als letzter Ausweg angesehen wird, dem Dilemma des globalen Finanzkapitalismus entrinnen zu können. Mit gründlicher Vernichtung von dinglichen Werten und Leben in traditioneller Weise hoffen wir, wieder neu beginnen zu können – wie nach 1945. Wer möchte sich dann noch an die Ausweglosigkeit vor dem Krieg erinnern?

Und so werden wir also versuchen das Problem „Arbeitslosigkeit“ mit unsinniger Tätigkeit zu kaschieren. Und wir werden noch ob solch fabelhafter Konjunktur unserem eigenen Untergang entgegenjubeln. Löcher im Kreis zu schaufeln und wieder zuzuschütten wäre hingegen viel sinnvoller.

Unabhängig davon verliert leider die grandiose Leistung der Weltraumforschung an gebührender Würdigung.

Schmökern auf www.lifesense.at lohnt immer.