Deutschlands Wahlschlacht ist geschlagen. Ändern wird sich dadurch nichts.

Herbe Verluste für die CDU/CSU und die AfD als drittstärkste Kraft. So lässt sich das weniger politische als mediale Spektakel auf den Punkt bringen. Die Erwartungen der Wähler werden voraussichtlich auch weiterhin enttäuscht werden.

Wahlen sind ja denkbar ungeeignet, tatsächlich gesellschaftsrelevante Weichen zu stellen, so lange unerschütterlich an den Quellen aller Problemverursachung festgehalten wird. Keine der Parteien wagt es daran zu rütteln. Die längst schon versagende Geldordnung, wird auch von der neuen Regierung, gleich welcher Zusammensetzung, als einzig mögliche und unumstößlich zu respektierende, anerkannt werden. Damit wird die Politik auch weiterhin von den Spielregeln des Finanzsystems dirigiert und demgegenüber die Lebens- und Gemeinwohlinteressen der Bürger in den Hintergrund gedrängt werden.

Anzumerken ist freilich die Frage, was denn die Bürger, sofern sie bereit wären zugunsten nachhaltigen Gemeinwohls ihre augenblicklichen Eigeninteressen hintanzustellen, von ihrem Staat erwarten. Vorankommen (wohin?), Standortsicherheit (wovon?), Wettbewerbsfähigkeit (gegen wen?), Wachstum, Arbeitsplätze, und, und, und, sind ja alles nur Worthülsen. Innerhalb den durch die Finanzarchitektur gesetzten Rahmenbedingungen sind naturgemäß nur graduelle Verschiebungen zu erwarten und es darf nicht verwundern, dass die Politik in ihrer freiwilligen Selbstbeschränkung an Möglichkeiten, keine großartigen Handlungsaktivitäten entfalten wird können.

Alles wie gehabt und außer weiteren Verschlechterungen für das globale Zusammenleben dürfen wir nicht allzu viel erwarten, so lange nicht das Tabu, über die Finanzarchitektur zu diskutieren, aufgebrochen wird. Den Vorwurf, sich dafür nicht entschieden genug einzusetzen, darf man dem Wähler, bei allem Respekt, nicht ersparen. Gesellschaftspolitische Vorstellungen zu artikulieren ist eine Bringschuld der Bürger!

Schmökern auf www.lifesense.at lohnt immer.