Das Hofieren von Auslandsinvestoren

Die österreichische Delegation, die derzeit Bundespräsident Van der Bellen auf seinem Staatsbesuch in China begleitet, versucht Investoren nach Österreich zu locken. Soweit so gut. Sowohl der IT-Riese Huawei, wie auch der Amazon Konkurrent Alibaba und vor allem die weltweit größte Bank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China) stehen im Visier unserer Delegation.

Der Nutzen, die Zentrale der ICBC für Mittel- und Osteuropa nach Wien zu locken, wird natürlich darin gesehen, dass uns zunächst Geld zufließt, für dessen Entstehung nicht wir uns verschulden mussten, sondern – höchstwahrscheinlich – die USA, die mit ihren relativ wertlosen Dollars ihre Importe aus China bezahlten. Soll sein.

Es ist auch verständlich, dass China die von ihrer Bevölkerung erarbeiteten Dollar möglichst rasch gegen reale Werte tauschen möchte, wie das schon etliche Jahre in größerem Stil besonders in Ostafrika stattfindet.

Es sollte also darauf geachtet werden, ob es im Falle der ICBC um Repräsentanz, gegen die nichts einzuwenden wäre, oder um Eigentumserwerb und/oder Beteiligungen geht. Denn abgesehen davon, dass Banken keine Produktionsbetriebe sind, zeigen Auslandsinvestoren diese saublöde Eigenschaft, dass sie mehr zurück haben wollen, als sie bringen.

Da sich das aber erst mit Zeitverzögerung herausstellt, denn das „dicke Ende“ kommt bekanntlich immer erst am Schluss, gilt es das rechtzeitig zu bedenken, denn China denkt in sehr langfristigen Zeithorizonten.

Und ohne sich den Blick durch „green back“ vor Augen trüben zu lassen, muss vorweg, eigentlich wie bei jeder Investition, gefragt werden „Wozu ist es gut, was damit in die Welt gesetzt wird?“ und „Inwieweit macht es das gesellschaftliche Zusammenleben besser?“

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